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Neurowissenschaftliche Methoden

Mit neurowissenschaftlichen Methoden ist es möglich, die Funktionsweise des Gehirns aufzudecken bzw. gezielt zu beeinflussen und dies zu beobachtbarem Verhalten in Bezug zu setzen. Durch die Erfassung sogenannter zentral-nervöser Indikatoren lassen sich Aufschlüsse über die zeitliche Abfolge verschiedener Prozesse, wie z. B. Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis oder Emotion, sowie der daran beteiligten Gehirnstrukturen gewinnen. Neurowissenschaftliche Methoden erlauben neben der Untersuchung der „normalen“ Funktionsweise auch die Untersuchung von veränderter Funktion oder Struktur des Gehirns bei pathologischen Prozessen und Interventionen bzw. Trainings.

 

(f)MRT

Die (funktionelle) Magnetresonanztomografie wird zur Messung der Gehirnaktivität oder auch struktureller Veränderungen des Gehirns verwendet. Hier können insbesondere auch tiefe Gehirnstrukturen durch eine dreidimensionale Darstellung erfasst werden. Das Verfahren zählt zu den aufwendigsten Methoden der neurowissenschaftlichen Forschung am Menschen. Abb.: 3-Tesla MR Scanner Univ. Klinik für Radiologie Graz

NIRS

 

Die Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) ist ein Verfahren, um die Aktivierung von Gehirnarealen (hämodynamische Veränderungen) über optische Bildgebung darzustellen. Dieses Verfahren zeichnet sich vor allem durch seine leichte Anwendung aus.

 

 

EEG

Die Elektroenzephalografie (EEG) ist eine Methode, die der Erfassung der hirnelektrischen Aktivität dient. Dazu wird die elektrische Aktivität mit Hilfe von Elektroden von der Kopfhaut abgeleitet. Die Stärke dieser Methode liegt in der hohen zeitlichen Auflösung der Erfassung der Hirnaktivitäten.

 

 

 

 

MEG

Bei der Magnetenzephalografie (MEG) werden berührungsfrei mittels supraleitender Sensoren Magnetfelder von der Kopfoberfläche abgeleitet. Diese Felder durchdringen die verschiedenen Gewebsschichten des Kopfes verzerrungsfrei und ermöglichen so eine besonders präzise Lokalisation von kortikalen Quellen. Abb.: 122-Kanal Ganzkopf MEG-System der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg (Forschungskooperation).

TMS/tES

Transkranielle Magnetstimulation (TMS) und transkranielle Elektrostimulation (tES) sind nicht-invasive Stimulationsmethoden, welche ermöglichen, die Aktivität von Gehirnarealen und neuronalen Netzwerken zu beeinflussen und deren Einfluss auf psychische Prozesse zu untersuchen. TMS beruht dabei auf der kurzfristigen (<1ms) Induktion eines elektrischen Stromflusses in das Gehirn durch ein elektromagnetisches Feld, während bei tES bestimmte Gehirnareale direkt über Elektroden an der Kopfoberfläche mit einem sehr schwachen elektrischen Strom (~1mA) stimuliert werden. Beide Methoden erlauben eine aktivierende oder hemmende Stimulation. 

 

Psychophysiologische Messungen

Die Analyse des autonomen Nervensystems und des neuroendokrinen Systems erlauben nicht nur einen Einblick in Stress- und Regenerationsverläufe (tonische Parameter), sondern darüber hinaus Rückschlüsse auf kognitive und affektive Prozesse (phasische Parameter). Typische psychophysiologische Variablen sind u.a.: Hautleitfähigkeit, Hauttemperatur, Herzrate und Herzratenvariabilität, Blutdruck, Herzminutenvolumen, peripherer Widerstand, und Intima-Media-Dicke. Neuroendokrine Variablen wie Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin werden aus dem Speichel, dem Blut oder Urin gewonnen. Psychophysiologische Methoden haben den Vorteil, sowohl im Labor als auch im Alltag unter realistischen Bedingungen gemessen werden zu können (ambulantes psychophysiologisches Assessment). 

 

Sprecherin

Univ.-Prof. Dipl.-Psych. Dr.rer.nat.

Anja Ischebeck

Univ.-Prof. Dipl.-Psych. Dr.rer.nat. Anja Ischebeck Institut für Psychologie
Telefon:+43 316 380 - 5118


Stv. Sprecherin

Univ.-Prof. Dipl.-Psych. Dr.phil.

Katja Corcoran

Univ.-Prof. Dipl.-Psych. Dr.phil. Katja Corcoran Institut für Psychologie
Telefon:+43 316 380 - 8520


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